Rymenzburger OL - Schlusslauf und Abschluss Zentralschweizer Jugend-OL-Meisterschaft ZJOM 2019

Zwei Silbermedaillen durch Andrea Hess und Mareia Küng für die OLV Zug

von Markus Küng

Der Rymenzburger OL war als regionaler OL einerseits Schlusslauf für die ZJOM, anderseits auch für die Aargauer ASJM. Sicher haben wir uns alle schon gefragt, wo und was eigentlich dieses Rymenzburg ist. Durch den berühmtesten Rymenzburger Matthias Merz, Weltmeister 2007 aus Beinwil am See, wissen wir, wo in etwa Rymenzburg anzusiedeln ist. Den Ort aber suchen wir vergebens. Gemäss Pfadi Rymenzburg leitet sich das Wort Rymenzburg aus RY für Reinach und MENZ für Menzikon ab, dazu kommt für Pfadi üblich eine BURG hinzu. Wahrscheinlich entsprang die OL-Gruppe aus der Pfadi, worüber ich jedoch keine Bestätigung fand. Einzugsgebiet der OLG Rymenzburg ist jedoch das luzernisch-aargauische Grenzgebiet bei Beromünster LU und Reinach AG, also das obere Wynental und das Seetal.

Der Rymenzburger OL wurde im Seckwald ausgetragen, sozusagen in der nordwestlichsten Ecke der Zentralschweiz. Von einem Posten konnte man sogar über den einen Bach in den Kanton Aargau hinüber spienzeln. Erstaunlich gut belaufbar war für mich der erste Teil der Bahn, was mir, könnte ich dies, schon fast einen Juchzer entlockte. Später jedoch, im zweiten Teil, wurde es dann auch im Luzernischen ziemlich dornig und Umlaufrouten hätten sich ausgezahlt, wollte man nicht in den Dornen stecken bleiben, was, forciert durch das Trägheitsgesetz, bei den einen schneller eintrat als bei anderen. Alles in allem aber war das Laufgelände mindestens so schön wie eine Woche zuvor im Jura, in Les Verièrres.

Zwölf von uns Zuger wagten sich an dieses regionale Saisonkehraus, nur gerade zwei davon in Nachwuchskategorien. Die Resultate hielten sich auch in Grenzen. Immerhin gab es zwei Tagessiege durch Ruth und Walter Bieri. Zwei weitere kamen mit weniger als zehn Minuten Rückstand ins Ziel. Die Laufresultate der Zuger erseht ihr hier.

Zur ZJOM: Zwei Athletinnen der OLV Zug schafften im Gesamtklassement den Sprung aufs Podest und konnten sich jeweils mit der Silbermedaille belohnen lassen. Herzliche Gratulation an Andrea Hess (D18) und an Mareia Küng (D12). Die Resultate der ZJOM findet ihr hier.

An dieser Stelle möchte ich eine Auswertung dieser ZJOM aus meiner Sicht machen: Die diesjährige ZJOM beinhaltete 9 Läufe: 6 Regionale, 1 Nationaler, 1 Meisterschaft (SPM) + 1 weiteren OL (Zuger OL). Im Wald fanden 5 dieser Läufe statt, in urbanem Gelände 4. Für die Gesamtwertung zählen die sechs besten Resultate. In insgesamt 10 Kategorien (D/H10 – D/H18)) gab es für die drei Besten Medaillen.

Total nahmen 112 Jugendliche teil, kategorienübergreifende Doppelstarts nicht abgezogen. Von der OLV Zug waren es 15 (davon 2 aus der Region Aargau), 7 Mädchen und 8 Knaben. Auf 6 und mehr zählbare Resultate brachten es gesamthaft 38 Teilnehmende, davon die 30 Medaillengewinner/-innen mit unseren beiden Andrea und Mareia. Dies entspricht gerade mal einem Drittel aller Teilnehmenden. Etwas mehr als die Hälfte aller Teilnehmenden, nämlich 59, kamen auf weniger als 3 zählbare Resultate, 12 von der OLV Zug.

Mein kommentar dazu: Weniger wäre Mehr, will heissen: weniger Läufe, dafür bessere Beteiligung - weniger elitär, das heisst ohne Voranmeldung (Nationale und Meisterschaften). Dazu sollte sich der ZSOLV auch mal Gedanken machen. Mein Vorschlag: 6 Läufe (3 Wald mittel-lang und 3 Sprint-mittel in urbanem Gelände), 4 Resultate (je 2 Wald/urban) zählen für die Gesamtwertung. Die Nachwuchsabteilungen der Klubs nehmen sich die ZJOM als Saisonziele vor.

Noch etwas zum Nachwuchs der OLV Zug: Es scheint sehr schwierig zu sein, neue Leute zu finden. Zuviele Möglichkeiten gibt es in unserer Region und kaum jemand will sich einer Sportart wie OL zu 100% verschreiben. Auch eine gemeinsame Trainingszeit zu finden ist fast unmöglich. Bei uns bis jetzt vor allem der Mittwochnachmittag/-abend, nehmen zunehmend Schule, Lehre und andere Freizeitaktivitäten auch dieses Zeitfenster in Anspruch. Eine obligatorische Anwesenheit beim Nachwuchstraining ist auch darum nicht machbar, weil wir nicht wie beim Unihockey, Fussball oder Eishockey Wartelisten haben. Für die Zukunft müssen wir uns Gedanken machen, gute Ideen sind gefragt. Im Trainings- und Nachwuchsbereich werden wir uns dazu die Köpfe zusammenstecken. Eure funkenden, zündenden und explodierenden Ideen dazu könnt ihr mir jederzeit vorlegen. Danke!

Die beiden Bilder zeigen die Siegerehrung der Zuger Medaillengewinnerinnen Andrea Hess und Mareia Küng.