, Di Cicco Brigitte

Galgener OL im Hoch-Ybrig

Am Auffahrtssonntag stand endlich wieder ein regionaler Wald-OL ganz in der Nähe auf dem Programm. Nachdem die Tage zuvor von wiederkehrenden Regenschauern und winterlicher Kälte durchzogen waren, zeigte sich der Sonntag von seiner besten Seite: strahlender Sonnenschein, überraschend milde Temperaturen und ein beeindruckendes Panorama der Mythenregion mit überzuckerten Bergspitzen.

Im Laufgebiet Hoch-Ybrig Nord, welches wegen den unzähligen Gräben und Bächen schwer belaufbar ist, lag zwischen den Bäumen noch Schnee, sodass die Laufschuhe bereits nach wenigen Schritten komplett durchnässt waren. Auf den ersten Blick sorgte die Bezeichnung „verlängerte Mitteldistanz“ in der Ausschreibung für Verwunderung – die Bahnen waren mit durchschnittlich rund drei Kilometern eher kurz. Doch spätestens beim genaueren Lesen der Streckendaten – und ganz sicher während des Laufs – wurde klar, weshalb: Rund 200 Höhenmeter und eine beeindruckende Anzahl von Posten, oft gegen 18 pro Bahn samt Mapflip, verlangten den Läuferinnen und Läufern alles ab.

Im Vergleich dazu wirkt der Nationale OL 2024 im selben Gelände beinahe wie ein Sprint. Entsprechend waren Laufzeiten für die Schnellsten rund 45 Minuten, die Mehrheit benötigte jedoch über eine Stunde. Selbst erfahrene und erfolgreiche „alte Hasen“ hatten im technisch schwierigen Gelände zu kämpfen und gaben zu, dass ihnen hier immer wieder Fehler unterlaufen.

Nicht so Werner Keller: Er war begeistert, sein kartentechnisches Können voll unter Beweis zu stellen und gewinnt in der Kategorie H80. Wie gewohnt war auch Coni Müller überhaupt nicht überfordert, sie belegt den 1. Platz bei den D65. Markus Gloor glänzt mit dem 3. Rang in der Kategorie H65 mit weniger als einer Minute Rückstand. Ebenfalls auf dem 3. Platz in der Kategorie FAM ist Salome Bieri während Jürg van Binsbergen bei HAK den starken 4. Rang erreicht.

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